Welttag des Stotterns am 22. Oktober 2014

Der Welttag des Stotterns am 22. Oktober macht auf eine weit verbreitete Sprechstörung aufmerksam. Das Stottern (lat. Balbuties) ist wissenschaftlich betrachtet eine Störung des Redeflusses. Dabei hält der Sprecher aber nicht einfach nur inne. Das echte Stottern macht sich dadurch bemerkbar, dass Laute, Silben und komplette Wörter unterschiedlich oft wiederholt werden, ehe der davon Gepeinigte seinen Satz weitersprechen kann. Eine situationsbedingte besondere Aufregung kann die Symptomatik deutlich verschlimmern. Beim Singen tritt es nicht auf. Der Welttag des Stotterns ist der 22. Oktober und wird seit 1998 in jedem Jahr weltweit begangen.

Das Stottern wird dann diagnostiziert, wenn die dafür typischen Symptome deutlich genug auftreten – z.B. wenn Dehnungen und/oder Wiederholungen von Satzteilen zu einer erheblichen Störung des Sprachflusses führen. Diese Situation muss für wenigstens drei Monate andauern. Die Sprachlosigkeit in besonderen Situationen stellt noch kein Stottern dar. Darum sollen zum Beispiel Angehörige befragt werden, wie sich der Sprachfluss im Alltag in ganz normalen Situationen darstellt. Dazu können auch Tonaufnahmen aus unterschiedlichen Alltagssituationen hilfreich sein. Der Welttag des Stotterns erinnert am 22. Oktober an die Leiden der Stotterer. 800.000 Menschen leiden allein in Deutschland unter diesem Problem einer körperbedingten Sprechstörung.

Events am Welttag des Stotterns am 22. Oktober 2014

Die Initiatoren des Welttags des Stotterns am 22. Oktober 2014 sind weltweite Verbände und andere Fachleute. Es gehört zu den Zielen dieses Tages, die Vorurteile gegenüber dieser Sprechbehinderung auszuräumen. Es finden Vorträge, medizinische Aufklärungen, Ausstellungen und Treffen Betroffener weltweit statt. Ebenso stehen Selbsthilfegruppen für Fragen und Informationen am Welttag des Stotterns am 22. Oktober 2014 (und natürlich auch darüber hinaus) bereit.

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Stephanie

Hier schreibt Stephanie

Freie Texterin mit verschiedenen Schwerpunktthemen.